
Nach dem Unfall bei der Oster-Rallye gab es einiges zu tun. Rechtzeitig zur Doppelveranstaltung in Fürstenzell wurde der Golf aber wieder fertig. Florian zeigte dabei, dass er den Abflug gut weggesteckt hat. Obwohl noch eher “konservativ” unterwegs, stellte er mit Beifahrer Mike beim Sprint am Vormittag den Golf unter 96 Startern auf den 4. Gesamtrang! In der stark besetzten Klasse H bis 2000 cm² fuhren die Beiden sogar auf das Treppchen!
Dann zeigte es sich aber, dass im Motorsport Erfolg und Misserfolg immer wieder sehr nahe beisammen liegen: Bei der Ostbayern-Rallye am Nachmittag lief es leider nicht so gut: Der Motor des Golf überhitzte am Start der WP 1, nach der WP stellten Florian und Mike das Auto vorsichtshalber ab. Gott sei Dank war die Ursache des Problems nur eine Kleinigkeit, schade ist es aber trotzdem für die Beiden, dass sie erneut kein Ergebnis einfahren konnten.
Nun laufen die Vorbereitungen für die Niederbayern-Rallye Ende August. Nachdem die Niederbayerische Meisterschaft gelaufen ist, können sie nun die restlichen Veranstaltungen ohne Erfolgsdruck angehen. Alle sind natürlich schon gespannt auf den Vergleich mit den Top-Autos und -Fahrern u.a. aus der DRS und der Austrian Rallye Challenge. Nach den Ausfällen in der Vergangenheit tun wir im Vorfeld alles, um dem Golf nun die nötige Zuverlässigkeit mit zu geben.

Der Saisonstart begann furios: Bei der ADAC Oster-Rallye gab Florian mit Copilotin Kerstin Heiß gewaltig Gas, lag von Anfang an im Spitzenfeld der knapp 100 Starter und setzte auf WP 2 sogar eine Gesamt-Bestzeit.
Nach 3 Wertungsprüfungen lag er als Gesamtzweiter nur 6 Sekunden hinter Meister Gaßner auf dem Evo X und etwa 15 Sekunden vor den nächsten Evos!
Seine Klasse führte er zu diesem Zeitpunkt bereits mit fast einer Minute Vorsprung an.
Dann passierte es auf der WP4: An einer vom vorherigen Durchgang stark ausgefahrenen Stelle des Bankettes geriet der Golf außer Kontrolle und schleuderte über die Böschung. Zum Glück war den Beiden dabei nichts ernsthaftes passiert, das Auto braucht allerdings eine umfangreichere Überarbeitung…
Stammbeifahrer Mike Bretzner musste übrigens aufgrund eines Arbeitsunfalles und einer ernsthafteren Verletzung am rechten Arm diesmal zuschauen. Ein positiver Aspekt trotz des Ausfalls: Florian zeigte das Potential, das in dem Auto steckt. Insbesondere Motorentuner Jürgen Seidl hat über den Winter ganze Arbeit geleistet. Das Paket stimmt, wenn auch zur Abstimmung z.B. des Fahrwerks noch etwas Feinarbeit nötig ist.
Auch dem Redakteur des “Rallyemagazin” ist der Speed von Florian aufgefallen, weiteres hier.
Nach den unglücklichen Ausfällen bei der Rallye Niederbayern (Motor) und der 3-Städte-Rallye (Motorhalterung) waren natürlich die Chancen in der Niederbayerischen Meisterschaft dahin. Schade, da wäre in der Meisterschaft ein Platz auf dem “Treppchen” drin gewesen, wenn alles geklappt hätte…
Natürlich war uns klar, dass die erste Saison mit dem neuen Auto ein Lernjahr wird. Nun schauen wir aber nach vorne und wollen die Zeit über den Winter nutzen, die bisherigen Problempunkte abzustellen. Wir kennen ja nun die Schwachstellen! Einige Punkte sind bereits erledigt, die restlichen wollen wir bis spätestens zur Oster-Rallye abgearbeitet haben. Nach dem dritten Gesamtrang im letzten Jahr ist hier natürlich wieder ein Platz auf dem Stockerl im Visier!
Nach einem schnellen Ausfall bei der Grabfeldrallye wegen einer abgerissenen Antriebswelle auf WP1 konnten Florian und Mike am 25. Juli wieder satte Punkte für die Niederbayerische Meisterschaft sammeln. Ein „Verbremser“ auf WP1 warf sie auf den 24. Platz zurück. Dann starteten die Beiden eine Aufholjagd und fuhren auf den restlichen 5 Wertungsprüfungen Zeiten im Spitzenfeld.
Damit konnten sie sich am Ende bis zum hervorragenden 5. Gesamtrang und den 2. Platz in der Klasse nach vorne kämpfen. Nur Mike Stadler auf dem bekannt starken Golf war in der H 14 (bis 2000 cm³) noch etwas schneller. Damit rutschte Florian trotz eines Nullresultates durch den Ausfall beim Saisonstart beim Sprint in Schafhöfen in der Niederbayerischen Meisterschaft auf Platz 5 vor. Mike Bretzner wurde in der Meisterschaft sogar auf Platz 4 nach vorne „gespült“.
Nun geht es Schlag auf Schlag: Als nächstes steht die Rallye 200 in Emmersdorf auf dem Plan, dann folgt am 23.8. der Sprint in Labertal und nur eine Woche später die Niederbayern Rallye.

89 gestartete Teamsboten bei strahlendem Sonnenschein beeindruckenden Motorsport bei der ADAC Oster-Rallye des ASC Tiefenbach. Tagesschnellster war wieder mal kein geringerer als der deutsche Rallyemeister Hermann Gaßner mit Co-Pilotin Asja Zupanc (Kathrein Renn-und Rallye Team) auf ihrem Mitsubishi Lancer Evo. Sie gewannen verdient vor den Lokalmatadoren Rudi Weileder/Simone Weileder (MSC Emmersdorf) auf BMW M3 und Florian Plöchinger/Michael Bretzner (ASC Tiefenbach) auf VW Golf II GTI, die beide in dieser Saison mit einem neu aufgebauten Fahrzeug unterwegs sind.
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Einen ganz souveränen Divisionssieg konnte Florian bei der 3-Städte Rallye verbuchen. Angetreten waren in der Division 6 auch mehrere Suzukis aus dem deutschen und österreichischen Cup. Bereits von Anfang an kontrollierten Florian und Mike das Feld. Sie fuhren 7 Bestzeiten auf insgesamt 10 WP´s! Obwohl sie auf den letzten WP´s etwas „den Dampf herausnahmen“, stellten sie ihren Suzuki mit über einer Minute Vorsprung vor den Cup-Konkurrenten Dämgen/Trommler auf Platz 1 der Division.
Bei der Siegerehrung gab es dann eine kleine Überraschung: Florian und Mike waren in der Endwertung des ADAC-Junior-Cup bei den 1600-ern punktgleich mit Dämgen/Trommler! Da beide Teams auch einen Divisionssieg auf ihrem Konto hatten, entschied letztlich ein zweiter Platz von Dämgen/Trommler über Sieg in der Cup-Wertung, Florian und Mike mussten sich denkbar knapp geschlagen geben. Und das, obwohl sie nicht alle Cup-Läufe gefahren waren! Ein schöner Erfolg zum Abschluss der für Florian ersten Rallye-Saison!

Der letzte Cup-Lauf führte Florian und Mike in den Harz, Startort war die Stadt Osterode. Die „Niedersachsen“ stellte sich als kompakte Asphalt-Rallye mit 13 teils sehr anspruchsvollen Wertungsprüfungen über 127 km heraus. Gleich auf der ersten WP langten die Cup-Piloten erwartungsgemäß richtig hin, da 5 Teams noch Chancen auf die Meisterschaft hatten.

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